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| Rechtsmissbrauch
als Geschäftsidee |
Eine
Unterschrift zu erschleichen ist noch kein Geschäft.
Das eigentliche Geschäft
ist die juristische Irreführung danach. |
| Dazu gehört vor allem die gezielte Desinformation in Sachen Rechtsprechung,
aber auch die direkte Drohung mit rechtlichen Konsequenzen - per Brief
und Telefonanruf. |
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Bei dieser destruktiven Aufklärungsarbeit
sind Rechtsanwälte
ganz besonders wichtig.
Da es sich bei Rechtsanwälten ja grundsätzlich
um "Organe der Rechtspflege" handelt,
unterstellt der Betroffene ihnen natürlich eine objektive und ehrliche
Darstellung rechtlicher Zusammenhänge.
Wenn also Rechtsanwälte versichern, dass die Betroffenen vom
Gericht nur Kosten und Ärger zu erwarten haben, aber gewiss keine
Aussichten auf Entlassung aus dem "Vertrag", wenn diese "Rechts"anwälte
das dann auch noch mit Urteilen und Paragraphen, mit Rechtskommentaren
und Zitaten belegen, dann kommt wohl jeder Laie ins Wanken. |
| Zitat RA Öllers: "...Damit ist ein wirksamer Vertrag geschlossen
worden §§ 157, 305ff BGB...Ein Rücktritt
ist unter keinem gesetzlichen Gesichtspunkt möglich... § 14
BGB ... s.a. Die
Inkassomethoden des RA Öllers |
Die
Saat des Misstrauens gegen das Rechtssystem fällt leider auf
fruchtbaren Boden.
Den traurigen Beweis für dieses tatsächlich weit verbreitete Mißtrauen
gegen das Recht liefern die erfolgreichen Geschäfte der Adressbuchschwindler
- denn seit sie ihre Geschäftsidee "Unterschriftenerschleichung" mit
der juristischen Ergänzung "Rechtsberatung über die Aussichtslosigkeit
einer Gegenwehr"
abgerundet haben, fließen die Millionen ohne Unterlass.
Das Vertrauen in das Recht,
also das Vertrauen auf ein gerechtes Recht, ist
aber die Grundlage eines demokratischen Staates und einer menschlichen
(humanitären)
Gesellschaft.
Dabei muss daran erinnert
werden, dass die Formulare millionenfach ausgeschickt werden und zigtausende
von Betroffenen in der oben beschriebenen Art und Weise bearbeitet
werden.
Der "Rechtsstaat"
wird auf breiter Front unglaubwürdig gemacht. So etwas geht an die
Grundlagen eines demokratischen Staates.
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Jeder der bezahlt, obwohl
er sich für betrogen hält, tut dies, weil er nicht mehr daran
glaubt, dass das Recht ihn schützen kann. Er glaubt also, dass das
Recht nicht ihm, sondern den Betrügern
hilft. |
Das
durch die Online Verlage und ihre Inkasso-Anwälte vermittelte
rechtliche Weltbild kann nur dann korrigiert werden, wenn jeder
Bürger bereit ist, für ein gerechtes Recht auch einzutreten
- ein Risiko auf sich zu nehmen - zu kämpfen.
Jeder ist für den Staat verantwortlich, in dem er lebt.... |
Beispiele
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März 2008 Die FIM Fach- & Informationsmedien GmbH von Patrick O. Hewer droht mit sämtlichen zivil- und strafrechtlichen Schritten, sollte jemand seine fragwürdigen Geschäftspraktiken publik machen. Rechtliche Schritte werden angedroht, falls das Opfer beabsichtige, Strafanzeige zu erstatten. mehr Info |
Dezember 2006 B. Dalkowski (IHZ GmbH) droht mit rechtlichen Schritten, wenn Betroffene ankündigen, seine üblen Geschäftsmethoden ans Licht der Öffentlichkeit bringen zu wollen mehr Info |
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Von "interessierter Seite" wird gern ein BGH Urteil
vom Februar 2005 zitiert, das die Rechtsgültigkeit der "Henghuber" Formulare
beweisen soll mehr
dazu hier |
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